Unser Konzept

Unser Name "Tabor"
Das Café Tabor ist ein Jugendpastorales Zentrum.
Daher wurde ein Name für das Café gewählt, der eine christliche Bedeutung und Bekanntheit besitzt.
Hier nun ein paar Informationen zum Namen Tabor:
Der Tabor (hebräisch הר תבור, lateinisch: Atabyrion) ist ein Berg am Ostrand der Jesreelebene in Nordisrael. Er war einst eine berühmte vorchristliche Kultstätte der Antike. Sein isolierter Standort und seine Höhe von 588 Metern sind sehr markant; der Gipfel liegt mehrere hundert Meter über der umgebenden Landschaft und ist auch heute noch ein Ziel von Pilgern.
In der biblischen Überlieferung ist der Berg Tabor der „Weltenberg“: hebräisch tabbur bedeutet „Nabel (der Welt)“. Christen bringen die Verklärung Jesu mit ihm in Verbindung. Im Matthäusevangelium steht:
„Jesus nahm Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus. Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“ (Mt 17, 1-5)

Die Beschreibung, dass das Aussehen von Jesus sich veränderte, sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und die Kleider blendend weiß wurden, weist darauf hin, dass er Anteil an Gott hat. Er spricht mit zwei verstorbenen großen Propheten aus dem Alten Testament, Mose und Elija. Und dann hören die drei Jünger noch die Stimme Gottes, die Jesus als Gottes Sohn bezeugt. Diese Szene zusammengenommen nennt man ein Offenbarungsereignis - es wird deutlich, dass Jesus von Gott kommt.
Die drei Jünger, Petrus vorneweg, sind so beeindruckt und erfüllt von dem was sie sehen, dass sie am liebsten auf dem Tabor geblieben wären. Es muss ein unheimlich starkes Erlebnis gewesen sein von dem die Drei noch lange zehrten. Jesus macht ihnen aber auch klar, dass sie wieder runter gehen müssen vom Berg, zurück in den Alltag. Dieses Erlebnis stärkt die Jünger, so dass sie auch weiterhin Jesus nachfolgen und seine Frohe Botschaft über seinen Tod hinaus bezeugen.
Der Berg Tabor, mit der Verklärung Jesu, ist für Petrus, Johannes und Jakobus eine Tankstelle gewesen. Dort haben sie aufgetankt, um in ihrem Alltag als Christ zu leben.
So soll auch das Jugendpastorale Zentrum Tabor, mit allem was dazugehört, eine Tankstelle für junge Menschen sein. Wo sie auftanken können, um in ihrem Alltag zu bestehen.

Unser Angebot
Wir sehen uns als einen offenen Ort mit einem einladenden Angebot. Im Schüler- und Jugendcafé finden regelmäßig Veranstaltungen wie Live-Musik, Spieleabende, Theaterprojekte u.v.m. statt. Für Kinder und Jugendliche, insbesondere mit Migrationshintergrund, besteht die Möglichkeit, in der „lern.bar“ kostenlos Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung zu bekommen und von den Begleitern gefördert zu werden. Unser Fokus liegt deutlich auf dem Kinder- und Jugendbereich (10-24 Jahre), was nicht bedeutet, dass Ältere und Jüngere nicht willkommen sind. Wir freuen uns über jede/n, der Interesse an unserer Arbeit und unserem Angebot zeigt. Zudem arbeiten wir mit einem Pool an Ehrenamtlichen und Teamern zusammen, deren Arbeit wir sehr schätzen und dankbar über jede Unterstützung sind.
Uns ist wichtig Netzwerke zu anderen Jugendeinrichtungen, besonders in der Südstadt, zu den Pfarrgemeinden im Regionaldekanat und zu Schulen, zu etablieren und zu pflegen.

Unsere Grundlage
Grundlage unserer Arbeit sind die Qualitätsmerkmale des Fachbereichs Jugendpastoral im Bistum Hildesheim.
Unsere Idee von gelungener, kirchlicher Jugendarbeit ist es den jungen Menschen das Vertrauen entgegenzubringen und die Möglichkeiten zu bieten, die sie zu selbständigem Handeln führen. Unser Ziel ist es das Eigenengagement und die Eigeninitiative zu fördern und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sie diese einbringen können. Dabei sollen den Jugendlichen Kompetenzen durch Hauptberufliche an die Hand gegeben werden, die sie im ständigen Weiterlernen in ihren Fähigkeiten reifen lassen. Wir wollen mit unserer Arbeit erreichen, dass Jugendliche sich in ihrer Person gestärkt fühlen und auf eigenen Füßen stehen lernen. Die positive Annahme jedes Einzelnen und eine bestärkende Haltung für geleistete Arbeit oder persönliche Fähigkeiten der Einzelnen sind uns dabei wichtig.
Es ist unser Wunsch junge Menschen auf dem Entwicklungsweg hin zu aktiven, motivierten, lebensfrohen und interessierten Menschen zu begleiten, die mit Selbstvertrauen ihren eigenen Weg gehen und sich in Gemeinschaft zurechtfinden und wohlfühlen.
Wir verstehen unsere hauptberufliche Arbeit ganz stark in dem Sinne, dass wir Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich die jungen Leute entfalten können. Wir wollen Ansprechpartner und Zuhörer sein und Beziehungsarbeit in dem Sinne leisten, dass wir als authentische und glaubende Personen auftreten und erfahrbar werden. Dabei ist es uns auch wichtig mit unserer Person vor Ort (im Café und Büro) präsent zu sein und den Jugendlichen Zeit zu schenken.
In diesem Sinne ist uns ehrenamtliches Engagement besonders wichtig, weil daran erkennbar wird, dass die jungen Leute sich einbringen und Teil der Gemeinschaft sind. Das zu fördern ist Teil unserer Aufgabe und dadurch wird das Tabor zu einem lebendigen Ort. Wir sind immer offen für neue Ideen und versuchen viele davon, auch durch experimentieren, zu gestalten.
Das Engagement von jungen Erwachsenen ist für das Tabor wichtig. Richten sich unsere Angebote zwar speziell an Jugendliche, sehen wir es trotzdem als unsere Aufgabe, neben den hauptberuflichen Mitarbeitern, auch junge Erwachsene bei der Arbeit mit den Jugendlichen einzubinden. Wir freuen uns über dieses Engagement im Sinne einer Unterstützung, Bereicherung und Erweiterung unserer eigenen Arbeit mit Jugendlichen.
Für alle Ehrenamtlichen gilt, dass sie jederzeit die Möglichkeit haben dazu zu stoßen und auch wieder zu gehen.